Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund

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Inhalt: Wasserstand und Gewässerkunde

Pegelanlage und WasserstandsaufzeichnungDie Aufgaben der Gewässerkunde sind neben dem Bereitstellen aktueller Informationen (z.B. Wasserstände für die Schifffahrt) das kontinuierliche Erfassen langfristiger Grundlagen, um das Verständnis für das natürliche System der Wasserstraßen kontinuierlich zu vertiefen und daraus Optimierungsmöglichkeiten für zukünftige Unterhaltungs- und Investitionsmaßnahmen ableiten zu können. Neben der Hydrologie als Gewässerkunde im eigentlichen Sinn bilden die Fachgebiete der Sedimentologie, Geomorphologie , Meteorologie, Ozeanographie, Geophysik, Biologie und Chemie wichtige Arbeitsschwerpunkte. 

Zur Gewährleistung des sicheren Schiffsverkehrs betreibt das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund in seinem Zuständigkeitsbereich ein gewässerkundliches Messnetz mit insgesamt 26 Pegeln, die die Wasserstände kontinuierlich erfassen. Die gewonnenen Wasserstandsdaten werden zur Pegeldatenzentrale des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund übertragen und in der gewässerkundlichen Abteilung des WSA Stralsund plausibilisiert, ausgewertet und archiviert. Auskünfte zu Wasserständen, Wasserstandsdauerlinien sowie Hochwasserereignissen stellt das WSA Stralsund unter anderem im Informationsportal der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes zur Verfügung, siehe nachstehenden Link:

Zur Datenerfassung führt die Gewässerkunde eine Vielzahl verschiedener Messungen und Untersuchungen im Gewässer zu Wasser- und Grundwasserständen, Strömungen, Wellen sowie Eisgang durch. In Vorbereitung von Baggermaßnahmen werden Sedimentproben gewonnen und von einem Fachlabor hinsichtlich physikalischer und geochemischer Parameter untersucht. Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für den Bau und die Unterhaltung der Schifffahrtsstraßen einschließlich ihrer Bauwerke, wie z. B. Uferböschungen, Molen, Buhnen, Kaianlagen und Schleusen. 

Jedes Gewässer weist spezifische hydrologische Eigenschaften auf, so wird der vorherrschende Wasserstandsverlauf in der Ostsee sowie seine zeitliche und örtliche Variation im Wesentlichen durch klimatische und meterologische Einflüsse bestimmt. Die permanente Erhebung der Wasserstandsdaten erfolgt durch ein modernes Pegelnetz, welches auch bei außergewöhnlichen Situationen, wie z.B. Hochwasserereignissen, eine zuverlässige Datenerfassung gewährleistet. 

Mittels Strömungs- und Wellenmessungen werden die hydrologischen und morphologischen Entwicklungen des Gewässerbetts erfasst, deren Kenntnisse für die bedarfsgerechte Unterhaltung der Wasserstraßen von zentraler Bedeutung sind. Die Gewässerkunde begleitet Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung durch umfangreiche sedimentologische, geochemische und biologische Monitoringuntersuchungen, um somit die Wahrung der Belange des Umweltschutzes zu gewährleisten.